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Anläßlich des jährlich
stattfindenden Erfahrungsaustauschs im Projekt "Sprache verbindet"
kamen neben Scouts und Paten auch viele Gäste und Kooperationspartner.
Auch unsere Bürgermeisterin, Frau Unger machte sich ein Bild über
Netzwerkstrukturen und Aktivitäten im Projekt.
Es handelt sich um ein Sprachförder- und Integrationsprojekt, das
seit September 2009 vom Inner Wheel Club und dem Rotary Club Gütersloh
umgesetzt wird. z. Zt werden über 60 kleine, 4 - 10 jährige Kinder
mit Migrationshintergrund betreut. Oberstufenschüler, die für diese
Aufgabe geschult wurden, gehen in die ausländischen Familien und
kümmern sich dort 1 - 2 Stunden pro Woche ganz individuell um die
sprachliche Entwicklung eines Kindes. Jedem Scout steht ein Pate
aus den beteiligten Clubs zur Hilfestellung und Abrechnung zur Verfügung.
Die Kinder lieben ihre Scouts und freuen sich auf die regelmäßigen
Besuche. Einige Kinder haben ein Plakat hergestellt, dort ist zu
lesen: "Ich freue mich immer, wenn sie kommt. Sie macht immer tolle
Sachen mit mir" Dabei ist das gar nichts Tolles: Scouts und Kinder
lesen zusammen Bücher, machen Spiele, die der Sprachförderung dienen,
besuchen die Bibliothek. Manchmal sind sie auch bei den Paten eingeladen
und backen dort Waffeln oder schnipseln Obstsalat. Dies und viele
Aktivitäten mehr, die dem unterschiedlichen Kenntnisstand des einzelnen
Kindes entsprechen können mit viel Sprache begleitet werden. Im
Erfahrungsaustausch kommen über 70 Aktive zusammen. Scouts, Paten
und Gäste aus den unterschiedlichsten Institutionen, erzählen von
ihren Eindrücken und Erfahrungen.
Deutlich kommt heraus, dass fast immer der Integrationsfaktor mindestens
so hoch eingeschätzt wird wie der Sprachförderaspekt. In einem Fall
wird berichtet, dass sich nun die Mutter des Scouts der Mutter des
Förderkindes angenommen hat und dieser Sprachunterricht erteilt.
In einem anderen Fall sah der Scout, wie außerordentlich bescheiden
die Wohnung ausgestattet war und organisierte im privaten Umfeld
notwendige Möbel.
Natürlich organisiert sich ein so großes ehrenamtliches Projekt
auch nicht von selbst. Ein 8-köpfiger Steuerkreis hat alle Hände
voll zu tun, ständig alles am Laufen zu halten und möglichst optimal
zu organisieren. Wenn dann aber die Resonanz bei einem solchen Erfahrungsaustausch
zeigt, dass so viele Menschen begeistert für eine integrative Idee
und eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zusammenstehen, dann
geht es sicherlich im kommenden Jahr mit genauso viel Elan weiter.
Die Bürgermeisterin jedenfalls zeigte sich in ihrem Abschlussstatement
sichtlich beeindruckt. sprache-verbindet
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